Aktuelles aus der Branche

1.02.2017
erschienen in GIESSEREI Heft 2|2017

Smarte Modellverwaltung

Kurtz Eisenguss-Modellstapler im Einsatz. Foto: Kurtz Ersa

> KURTZ ERSA: Die Smart Foundry in Hasloch ist die wohl modernste Handformgießerei für Eisenguss. Auch bei der effizienten und prozesssicheren Verwaltung der Kundenmodelle geht das Kurtz Eisenguss-Team neue Wege, immer das Ziel Industrie 4.0 vor Augen. Vorüber die Zeiten von Excel-Tabellen und Datenbanken, die am führenden SAP-System vorbeigehen. Eine integrierte Modellverwaltung ist für den reibungslosen Ablauf der Kundenfertigung unerlässlich. Aus diesem Grund wurden alle Modelleinrichtungen, die durch die Kunden beigestellt werden, als dreiteiliges SAP-Fertigungshilfsmittel erfasst und mit allen zur Verfügung stehenden Stammdaten angereichert. Die Fertigungshilfsmittel sind in Form von Equipmentstämmen abgebildet und eröffnen im täglichen Umgang mit den Modellen völlig neue Möglichkeiten.

Für eine prozesssichere Produktion mit gleichbleibender Gussqualität ist ein einwandfreier Zustand der Modelleinrichtungen notwendig. Um das Erreichen maximal festgelegter Abformzahlen kontinuierlich zu überwachen, wurde in den Equipments ein Einsatzzähler integriert. Jeder Fertigungsauftrag – und damit jede Abformung – wird durch Rückmeldungen erfasst. Erreicht eine Modelleinrichtung einen kritischen Schwellwert, so informiert SAP darüber in Form einer Ampel, die auf den Status „gelb“ springt. Damit kann das Team der Smart Foundry seine Kunden frühzeitig über anstehende Modellinstandsetzungsarbeiten in Kenntnis setzen. Die Verwaltung der Modelle über Equipments bietet darüber hinaus weitere Möglichkeiten – so ist etwa die komplette Platzverwaltung von Ober-, Unter- und Kernkasten direkt in die Equipments integriert. Die Buchungen von Platzbewegungen erfolgen mittels Logistikterminal, das direkt im Stapler verbaut ist. Änderungen sind damit „in real time“ online nachvollziehbar – dadurch konnte der Logistikprozess deutlich effizienter gestaltet werden. Der Arbeitsvorrat für die Kommissionierung von Modelleinrichtungen entsteht unmittelbar aus der SAP-Feinplanung. Jeder eingeplante Fertigungsauftrag erzeugt für die Werkslogistik eine Kommissionierposition, die zudem die Information übermittelt, wann eine Modelleinrichtung in der Produktion benötigt wird.
www.kurtzersa.de