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16.03.2017

Deutschland liegt weltweit auf zweitem Platz

> PATENTANMELDUNGEN: Die Zahl der beim Europäischen Patentamt angemeldeten Patente lag 2016 nur leicht unter der des Rekordjahres 2015. Deutsche Unternehmen waren wieder hochinnovativ. Der Topinnovator: ein alter Bekannter. Mit knapp 160 000 erreichte die Zahl der europäischen Patentanmeldungen im vergangenen Jahr in etwa das Niveau des Rekordjahres 2015. Das zeigt der Jahresbericht des Europäischen Patentamtes (EPA). Auch die Anmeldungen deutscher Unternehmen haben sich leicht um 1,1 % erhöht, nachdem in den drei Vorjahren noch ein Rückgang zu verzeichnen war. Mit rund 25 100 europäischen Patentanmeldungen konnte die Bundesrepublik ihre Spitzenposition in Europa vor Frankreich (–2,5 %), der Schweiz (+2,5 %) sowie den Niederlanden (–3,6 %) festigen.

Unter den Anmeldeländern aus aller Welt, die beim EPA Patente anmelden können, lag Deutschland hinter den USA (–5,9 %) auf Platz zwei. Weltweit am meisten Patente erteilte das EPA 2016 an den Technologiekonzern Robert Bosch (1482 Anmeldungen). Mit Bosch und Siemens (1046) kommen allerdings nur zwei deutsche Unternehmen unter die Top 10 der innovativsten Unternehmen. Insgesamt stammte im vergangenen Jahr rund die Hälfte aller Anmeldungen beim EPA aus den 38 EPA-Mitgliedsstaaten, wobei in der Riege der größeren europäischen Volkswirtschaften Belgien (+7 %) und Italien (+4,5 %) die stärksten Anmeldezuwächse verzeichneten. In der Gruppe der außereuropäischen Länder nahm das Anmeldeaufkommen aus China (+24,8 %) und Südkorea (+6,5 %) stark zu.

Im Länderranking platzierte sich China damit erstmals vor Südkorea. Europäische Unternehmen waren 2016 in neun der zehn stärksten Technologiefelder führend. Gegenüber 2015 schoben sie sich in der Medizintechnik an den US-Unternehmen vorbei. Mit knapp 60 % verzeichneten Unternehmen aus Europa 2016 bei Transporttechnologien (Fahrzeuge) den größten Anteil an Patentanmeldungen. Dabei war die Bundesrepublik im Transportsektor mit einem Anteil von 24 % führend. Zudem waren deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich in den Kategorien Elektrische Maschinen, Geräte und Energie, Messtechnik, Organische Feinchemie und – trotz eines Rückgangs der Patentanmeldungen – Medizintechnik besonders anmeldestark. Mit einem Plus von 13,5 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten deutsche Unternehmen 2016 das stärkste Wachstum im Bereich Digitale Kommunikation.

www.epo.org