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15.02.2017

Wie E-Mobilität für die breite Masse gelingen kann

Das elektrische Achsantriebssystem (eAxle) von Bosch feierte auf der NAIAS Weltpremiere. FOTO: BOSCH

> BOSCH: Auf der North American International Auto Show (NAIAS) vom 9.-12. Januar 2017 hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen aus Gerlingen neue Energie in den Antrieb gebracht. „Wir präsentieren Lösungen, die Elektromobilität für die breite Masse erschwinglich machen“, sagte Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions von Bosch. Bosch weist damit in die Zukunft der Elektrifizierungstechnologien. Das elektrische Achsantriebssystem (eAxle) von Bosch feierte auf der NAIAS Weltpremiere. Der Antrieb hat das Potenzial, dem Markt für Elektrofahrzeuge einen weiteren Schub zu geben. Aktuell besteht ein Antriebsstrang für Elektro- oder Hybridfahrzeuge aus einzelnen Komponenten. Zukünftig vereint das elektrische Achsantriebssystem von Bosch Getriebe, E-Maschine und Leistungselektronik in einem kompakten Gehäuse. Das reduziert die Komplexität des E-Antriebs und macht den Antriebsstrang deutlich günstiger, kompakter und effizienter. So kann bei der Herstellung beispielsweise auf viele Stecker, Kabel, Dichtungen und Lager verzichtet werden. Die Gesamtkonstruktion ist so ausgelegt, dass sich der Antriebsstrang skalieren lässt. Das System wird damit deutlich wirtschaftlicher und Fahrzeughersteller können die Produktionskosten sowohl für Elektro- als auch für Hybridfahrzeuge senken.

Die Thermomanagementstation zeigt, wie Bosch-Technologie Wärme und Kälte im Elektrofahrzeug effizient regelt und die Reichweite des Fahrzeugs vor allem bei winterlichen Bedingungen um bis zu 25 % steigert. Das ganzheitliche Thermomanagementkonzept für Elektrofahrzeuge ermöglicht energieeffizientes und kostengünstiges Heizen im Winter und Kühlen im Sommer. Fortschritte bei den Antriebssystemen beschränken sich aber nicht allein auf Elektrofahrzeuge. Auch bei Verbrennungsmotoren ist Bosch nach wie vor Innovationstreiber. Rund jeder zweite Verbrennungsmotor auf dem amerikanischen Markt ist inzwischen mit Direkteinspritzung ausgestattet – und der Anteil steigt mit Einführung der dritten Generation dieser Technologie. Die jüngste Generation erzielt nicht nur eine deutliche Effizienzsteigerung, sondern sorgt auch für geringere Feinstaub- und Abgasemissionen und dämmt die Lärmbelastung durch ein besseres akustisches Verhalten. Neben Antriebstechnologien präsentiert Bosch auf der Messe automatisierte und vernetzte Technologien, darunter eine der Schlüsselanforderungen auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahren: das elektromechanische Lenkgetriebe (Electric Power Steering, EPS). Durch die Fail-Operational-Funktion ermöglicht es dem Fahrer oder dem Autopilotsystem, selbstständig auf Notbetrieb umzuschalten. So kann im seltenen Fall eines Fehlers etwa 50 % der elektrischen Lenkkraftunterstützung aufrechterhalten werden. Mit dieser Technologie können Fahrzeughersteller die Ausfallsicherheitsanforderungen erfüllen, die das amerikanische Verkehrsministerium und die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (National Highway Traffic Safety Association, NHTSA) in ihrer Richtlinie für automatisierte Fahrzeuge (Federal Automated Vehicles Policy) festgelegt haben.  

http://electrifieddrive.bosch-mobility-solutions.us
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