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5.04.2017
erschienen in GIESSEREI Heft 5|2017

1,5 Mio. Euro für Gießereitechnologien bei Allard-Europe

Ein Pumpengehäuse für den Meerestiefbau bei Allard-Europe. Die Stahlgießerei ist auf die Herstellung verschleißfester Werkstoffe für die Offshore-, Meerestiefbau- sowie Schiffbauindustrie und Komponenten für die Energieumwandlung spezialisiert. FOTO: DIHAG

> DIHAG HOLDING: 40 % Umsatzsteigerung und 20 % mehr Mitarbeiter – das ist die positive Bilanz von Allard-Europe im Februar 2017, ein Jahr nach der Übernahme durch die DIHAG Holding, Essen, und Royal IHC, Kinderdijk, Niederlande. Die belgische Stahlgießerei aus Turnhout unweit von Antwerpen ist unter anderem spezialisiert auf die Herstellung verschleißfester Werkstoffe für die Offshore-, Meerestiefbau- sowie Schiffbauindustrie und Komponenten für die Energieumwandlung. Um ihre Marktführerschaft speziell im Meerestiefbau in Westeuropa weiter auszubauen, investiert die Deutsche Gießerei- und Industrie-Holding (DIHAG) 2017 rund 1,5 Mio. Euro in die Produktionstechnologien bei Allard-Europe.

„Die Nachfrage nach Spezialapplikationen für den Meerestiefbau steigt nach einer Phase der Beruhigung wieder stark an“, sagt Stefan Mettler, COO bei der DIHAG Holding. „Diese positive Entwicklung macht sich in den Auftragsbüchern von Allard-Europe zusätzlich bemerkbar.“ Allard-Europe ist seit Februar 2016 ein Joint Venture der DIHAG (60 % der Anteile) und des niederländischen Herstellers von Schiffen und Schiffszubehör für den Meerestiefbau Royal IHC (40 % der Anteile). Für 2017 werden weitere 20 % Umsatzsteigerung erwartet. Um die Nachfrage optimal zu erfüllen, setzt die DIHAG auf Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität. Hierbei ist Prozessexzellenz ein Schlüssel, um die Wertschöpfung in der Fertigung optimal auszunutzen. Dazu gehört die Investition von rund 1,5 Mio. Euro in die Erweiterung und Modernisierung bestehender Anlagentechnologien. So erhält Allard-Europe eine weitere Einrichtung zur thermischen Behandlung von Gussteilen, um die Kapazität in der Vergütung von hochverschleißfesten Laufrädern für Hochleistungspumpen zu verdoppeln. Außerdem erfolgt ein Retrofit der Sandregenerierung. Der für die Gussherstellung eingesetzte Formsand kann dann zu 95 % regeneriert werden. Zur Optimierung bestehender Prozesse setzt Allard-Europe Qualitätssicherungsmethoden wie die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ein und schließt so Fehlerquellen bereits vor dem Produktionsstart aus. Dadurch sinken die Anzahl von Abweichungen und der Nacharbeitsbedarf. Im Ergebnis steigt die Produktivität. „Unsere Investitionen und Verbesserungsmaßnahmen zahlen auf unser Vorhaben ein, die Marktführerschaft von Allard-Europe im Bereich Meerestiefbau in Westeuropa weiter auszubauen“, betont Stefan Mettler. Zur erfolgreichen Markterschließung tragen zudem die Synergieeffekte mit den DIHAG-Gießereien bei. Gemeinsam mit dem Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf (SHB) arbeitet Allard-Europe beispielsweise an einer Werkstoffentwicklung für Anwendungen unter extrem abrasiven Bedingungen. Kunden von Allard-Europe profitieren von dem gebündelten Know-how und einem breiten Spektrum an Produktionsmöglichkeiten der DIHAG-Gruppe auch im Bereich verschleißfester Werkstoffe.

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