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28.06.2017
erschienen in GIESSEREI Heft 6|2017

Preis für talentierte Nachwuchsingenieure

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Die Sieger der Audi Tool Trophy präsentieren ihre Urkunden an der Seite leitender Audi-Funktionäre: Sascha Meckler, Erstplatzierter der Kategorie „Bachelor- und Semesterarbeiten“, Eric Gärtner, Erstplatzierter der Kategorie „Master- und Diplomarbeiten“, Philipp Kolmer, Zweitplatzierter der Kategorie „Bachelor- und Semesterarbeiten“ und Michael Grubenmann, Zweitplatzierter der Kategorie „Master- und Diplomarbeiten“ (v. l. n. r.). FOTO: AUDI

> AUDI TOOL TROPHY: Scharfe Kanten, enge Radien – gerade ihr Design macht die Karosserien der Audi-Modelle unverwechselbar. In der Fertigung lassen sich diese präzisen Linien oft nur mit Spezialwerkzeugen des Kompetenz Centers Anlagen- und Umformtechnik umsetzen. Auf der Suche nach innovativen Ideen im Werkzeugbau hat Audi bereits zum neunten Mal den Studentenwettbewerb „Audi Tool Trophy“ ausgerichtet. Die Sieger erhielten am 3. Mai Preisgelder in Höhe von bis zu 2500 Euro. In diesem Jahr war der Wettbewerb besonders spannend: Erstmals flossen auch dreiminütige Kurzvorträge der Teilnehmer mit in die Bewertung ein, sogenannte „Pitches“. Zehn Studierende schafften es in die engere Auswahl und präsentierten ihre Arbeiten vor einer Expertenjury. Davon prämierte der Automobilhersteller die jeweils zwei besten Einreichungen aus den Kategorien „Master/Diplomarbeiten“ und „Bachelor-/Semesterarbeiten“. „Die Audi Tool Trophy ist ein etablierter Wettbewerb, den wir nun noch interessanter für talentierte Nachwuchsingenieure gestaltet haben“, erklärt Jörg Spindler, Leiter Kompetenz Center Anlagen- und Umformtechnik. „Neben dem fachlichen Austausch mit unseren Experten bieten wir den Studierenden auch die Gelegenheit, wichtige Kontakte für ihre berufliche Laufbahn zu knüpfen.“

In der Kategorie „Master und Diplomarbeiten“ konnte Eric Gärtner von der Hochschule Mittweida die Jury mit seinem Beitrag zur Technologieentwicklung für das Reibpunktschweißen von hochfesten Aluminiumlegierungen der 7000er-Serie überzeugen. Den zweiten Platz belegte hier Michael Grubenmann, Student der ETH Zürich, mit seiner Masterarbeit zum Thema Potenzialanalyse neuer Versagenskriterien für die Blechumformsimulation. Ebenfalls den 1. Platz, die Tool Trophy und das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro hat Sascha Meckler in der Kategorie „Bachelor und Semesterarbeiten“ errungen. Mit seiner Entwicklung einer Software zur Modellierung der Fließ-, Fließort- und Grenzformänderungskurve sowie zur Ableitung entsprechender Materialkarten für AutoForm und LS DYNA konnte sich der Student der Friedrich Alexander Universität Erlangen Nürnberg gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Philipp Kolmer von der Technischen Universität Braunschweig erreichte mit seiner Bachelorarbeit zum Thema Standzeitoptimierung von Aluminiumdruckgießwerkzeugen den 2. Platz.

Die im Kompetenz Center Anlagen- und Umformtechnik neu gestaltete Trophäe wurde erstmals in einem 3-D-Metalldrucker gefertigt. Eine weitere Neuerung war das Publikumsvoting: Zum ersten Mal haben Gäste, betreuende Professoren und Audi-Experten aus Produktion und Logistik einen zusätzlichen Preis für den besten Pitch verliehen. Der Gewinner Michael Grubenmann freut sich über einen Wertgutschein für die Audi Driving Experience. Das Audi Kompetenz Center Anlagen- und Umformtechnik entstand Anfang 2017 als Zusammenschluss aus Werkzeugbau und Presswerk. Die bisher separaten Bereiche arbeiten seit jeher eng zusammen. Sie fertigen und bedienen unter anderem die Presswerkzeuge, die das Audi-Design ermöglichen. Als Rahmenprogramm zur Audi Tool Trophy präsentierte das Kompetenz Center beim Technologieforum aktuelle Projekte. Auch im kommenden Jahr sucht das Kompetenz Center Anlagen- und Umformtechnik wieder nach innovativen Studien und Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum. Den Bewerbungszeitraum für die Tool Trophy 2017 gibt Audi noch rechtzeitig auf seiner Website bekannt.

www.audi.com