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12.09.2017

Investition in die Lokalisierung von E-Autos in China

Xu Heyi, Vorstandsvorsitzender der BAIC Group (links) und Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG (rechts), unterzeichnen Rahmenvereinbarung. FOTO: BUNDESREGIERUNG/GUIDO BERGMANN

> ELEKTROMOBILITÄT: Daimler und die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) engagieren sich gemeinsam bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität in China. In Gegenwart von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping gaben die Partnerfirmen Anfang Juli eine Rahmenvereinbarung über die weitere Vertiefung der Kooperation im Rahmen des deutsch-chinesischen Produktions-Joint Ventures Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) bekannt. Die beiden Unternehmen verpflichteten sich, gemeinsam rund 5 Mrd. RMB (umgerechnet 655 Mio. Euro) in die Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz am lokalen Produktionsstandort von BBAC in Peking zu investieren.

Als Teil dieser strategischen Rahmenvereinbarung bereiten Daimler und BAIC bis 2020 die lokale Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen bei BBAC vor und werden die notwendige Infrastruktur für die lokale Produktion von Batteriezellen in China sowie Forschungs- und Entwicklungskapazitäten zur Verfügung stellen. Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG und in dieser Funktion verantwortlich für Greater China, und Xu Heyi, Vorstandsvorsitzender der BAIC Group, nahmen an der Unterzeichnungszeremonie in Berlin teil. „Daimler unternimmt in China einen strategischen Schritt bei Elektrofahrzeugen. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner BAIC investieren wir weiter in den weltweit größten Markt für Elektro-Mobilität“, sagte Hubertus Troska. „Bis 2025 wird der chinesische Markt einen wesentlichen Anteil der von Mercedes-Benz verkauften Elektrofahrzeuge ausmachen. Die lokale Fertigung wird daher ausschlaggebend für den Erfolg unserer Elektrofahrzeugpalette sein. Sie wird der entscheidende Faktor sein, um die lokale Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel zu bedienen. Mit der geplanten Lokalisierung von batterieelektrischen Fahrzeugen und Batteriezellen aus chinesischer Produktion sind wir entschlossen, die Region als Innovationshub der Automobilindustrie zu stärken.“

Vorstandsvorsitzender Xu Heyi sagte: „Mit dieser neuen strategischen Rahmenvereinbarung vertiefen BAIC und Daimler als Repräsentanten der chinesischen und deutschen Autoindustrie die Zusammenarbeit erneut. Durch die Bekräftigung unseres gemeinsamen Engagements zur Entwicklung elektrischer Antriebe in China und die getroffenen Vorbereitungen zur Fertigung batterieelektrischer Fahrzeuge bei BBAC spielen wir die jeweiligen Stärken beider Partner optimal aus. Gemeinsam legen wir den Grundstein für die Weiterentwicklung unseres Joint Ventures BBAC zu einem Produktionsstandort für batterieelektrische Fahrzeuge in China.“ Anfang Juni dieses Jahres haben beide Partner bereits eine Rahmenvereinbarung über die weitere Vertiefung der strategischen Kooperation durch Investitionen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in China unterzeichnet. Als Teil der Rahmenvereinbarung gab Daimler die Absicht bekannt, einen Minderheitsanteil an dem Tochterunternehmen der BAIC, Beijing Electric Vehicle Co., Ltd. (BJEV), mit dem Ziel zu erwerben, die strategische Zusammenarbeit mit BAIC bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben zu stärken.

Weltweit sollen bis 2022 mehr als zehn neue Elektroautos von Mercedes-Benz in Serie gehen. 10 Mrd. Euro fließen in den nächsten Jahren in den Ausbau der Elektroflotte. Die neuen Elektrofahrzeuge werden innerhalb des globalen, hochflexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars mit Standorten auf vier Kontinenten produziert. Insgesamt investiert Daimler rund 1 Mrd. Euro in die globale Batterieproduktion. Bis 2025 soll der Anteil der Elektroautos an allen verkauften Mercedes-Benz-Modellen bei 15 bis 25 % liegen.

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