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10.11.2017

Synthetische Kraftstoffe als Brücke zur E-Mobilität

> DECHEMA: Mit dem neuen White Paper „E-Fuels – Mehr als eine Option“ legt die DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) ein Konzept für den Übergang von fossilen Kraftstoffen zur E-Mobilität vor. E-Fuels sind synthetische flüssige Kraftstoffe, die auf Basis von erneuerbarer Energie und CO2 erzeugt werden. Das White Paper fordert dafür die Zusammenarbeit von Automobilindustrie, Energiewirtschaft und chemischer Industrie mit politischer Unterstützung, um die vorhandenen Technologieoptionen schnellstmöglich zu nutzen. CO2-Ausstoß, NOx-Emissionen, Feinstaub – der Verbrennungsmotor steht massiv in der Kritik. Doch der Ausbau der E-Mobilität schreitet eher langsam voran. Einen möglichen Ausweg könnten synthetische Kraftstoffe bieten. Sie werden mithilfe von CO2 und Wasserstoff hergestellt, der aus der Elektrolyse von Wasser mit regenerativem Strom stammt. Dadurch lassen sich schädliche Emissionen verringern und gleichzeitig die bestehende Infrastruktur und Technik weiter nutzen. Experten halten diese Sektorkopplung – also die Verknüpfung der Bereiche Energie, Mobilität, Wärme und Chemie – für den Schlüssel zur Energiewende. E-Fuels sind ein Teil des dafür notwendigen Technologiemixes. Das White Paper liefert dazu auch Zahlen. Sie zeigen: Grundlage für ein solches Mobilitätsmodell ist ein erheblicher zusätzlicher Ausbau erneuerbarer Energien sowie hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktionsanlagen. Dabei ist es naheliegend, nicht national, sondern europäisch zu handeln: Power-to-Fuel-Anlagen in sonnenreichen Regionen Südeuropas ermöglichen nicht nur lager- und transportfähige Produkte, die das Problem des europäischen Stromtrassenausbaus nicht weiter verschärfen, sondern fördern auch die Strukturentwicklung dieser Regionen. Zwar gilt die E-Mobilität mittel- und langfristig zumindest für Pkw als die effizientere Lösung, jedoch sind Investitionen in E-Fuels auch danach sinnvoll. Zum einen bleibt der Bedarf von Eisenbahn, Schwerlast- und Flugverkehr an flüssigen Kraftstoffen mit hoher Energiedichte bestehen, zum anderen können E-Fuels als Grundlage für den Ausbau nachhaltiger chemischer Produktionsketten dienen. E-Fuels bilden damit die Brücke nicht nur zur E-Mobilität, sondern auch zu E-Chemicals – einer Chemietechnik auf Basis erneuerbarer Energien und CO2. Download des White Papers unter:

http://bit.ly/2wVTf6I