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7.12.2017

Sanierungsplan angenommen

> TROMPETTER GUSS: Die Chemnitzer Eisengießerei Trompetter Guss hat bei ihrer finanziellen Restrukturierung einen weiteren Meilenstein genommen. Die Gläubiger haben auf ihrer Versammlung Anfang Dezember 2017 den von der Gesellschaft vorgelegten Sanierungsplan mit überwältigender Mehrheit angenommen.

„Die Abstimmung der Gläubiger ist ein großer Vertrauensbeweis für den von der Gesellschaft vorgelegten Sanierungsplan und eine Bestätigung des bisherigen Sanierungskurses“, so das positive Fazit der vom Gericht eingesetzten Sachwalterin, Rechtsanwältin Bettina Schmudde, Partnerin der White & Case Insolvenz GbR. Der Sanierungsplan bildet die Grundlage für die finanzielle Restrukturierung von Trompetter Guss. „Zwar steht dieser Sanierungsplan noch unter einigen aufschiebenden Bedingungen, deren Erfüllung ist aber auch noch in diesem Jahr vorgesehen“, zeigt sich der Restrukturierungsexperte Rüdiger Wienberg, Partner der Sanierungsberatung hww, der als Generalbevollmächtigter/CRO die Geschäftsführung der Gießerei während der Restrukturierung verstärkt, nach der gestrigen Gläubigerversammlung überzeugt.

Wienberg dankte in diesem Zusammenhang allen Beteiligten, insbesondere dem Freistaat Sachsen, den beteiligten Banken, Kunden, Lieferanten und der Belegschaft für ihr Engagement und ihre Unterstützung bei der Ende Juli 2017 begonnenen Restrukturierung der Gesellschaft. „Ohne den großen persönlichen Einsatz aller Beteiligter wäre das Erreichen des Teilziels, Annahme des Sanierungsplanes, in der kurzen Zeit nicht möglich gewesen“, so Wienberg weiter.

Trompetter Guss hatte sich Ende Juli 2017 in ein Schutzschirmverfahren begeben. Bei einem Schutzschirm handelt es sich um ein klar strukturiertes Verfahren, mit dem sich Unternehmen binnen weniger Monate grundlegend sanieren können. Die unternehmerische Verantwortung bleibt dabei weiterhin in den Händen des Unternehmens selbst („Eigenverwaltung”), das in der Regel von erfahrenen Sanierungsberatern unterstützt wird. Zusätzlich begleitet wird das Verfahren durch Rechtsanwältin Bettina Schmudde aus der Kanzlei White & Case als gerichtlich bestellte „Sachwalterin“, die als Interessenvertreterin der Gläubiger – vergleichbar mit einem Aufsichtsrat – die Sanierung überwacht. Am 29. September 2017 wurde die Sanierung in Eigenverwaltung vom Amtsgericht Chemnitz bestätigt. Nach Ablauf des dreimonatigen Schutzschirmverfahrens ist dies das vom Gesetzgeber vorgesehene Vorgehen. Die finanzielle Restrukturierung hat keine Auswirkungen auf Produktion und Geschäftsbetrieb. Alles läuft wie gehabt ohne Unterbrechung in der gewohnten Qualität und Liefertreue für die Kunden weiter. Insbesondere sind keinerlei personelle Anpassungen bzw. Entlassungen geplant.

Wichtiger Hinweis: Die Trompetter Guss GmbH & Co. KG Bindlach ist nicht von diesem Schutzschirmverfahren betroffen. Es bestehen keine gesellschaftsrechtlichen Verbindungen zwischen der Trompetter Guss Chemnitz GmbH und der Trompetter Guss GmbH & Co. KG Bindlach.

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