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12.04.2018

iDisc für Deutschen Innovationspreis nominiert

Die iDisc reduziert die Bremsstaubemissionen um bis zu 90 % und kann so einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Feinstaubbelastung in der Luft leisten. Jetzt ist die neuartige Bremsscheibe für den Deutschen Innovationspreis nominiert worden (Foto: Buderus Guss)

> BUDERUS GUSS: In diesem Jahr könnte der Deutsche Innovationspreis an eine Eisengießerei gehen. Die Bosch-Tochter Buderus Guss aus Breidenbach gehört mit der Bremsscheibe iDisc in der Kategorie „Mittelständische Unternehmen“ zu den Favoriten der begehrten Auszeichnung. Die deutliche Reduzierung der Feinstaubbelastung um bis zu 90 % durch die hartmetallbeschichtete Bremsscheibe ist der Hintergrund für die Nominierung. Ausgezeichnet werden auch Unternehmen aus den Kategorien „Großunternehmen“ und „Start-Ups“. Für den Deutschen Innovationspreis sind z. B. auch ein automatisierter, dezentralisierter und flexibler Fertigungsprozess für Schuhe von Adidas sowie das Konzept eines seillosen Aufzugs, der um die Ecke fahren kann, von Thyssen Elevators nominiert. Die Preisverleihung findet am Freitag, den 13. April 2018 in München statt.

Bei der iDisc handelt sich es um eine Bremsscheibe aus Gusseisen mit Lamellengrafit (Grauguss), bei der durch eine spezielle Hartmetallbeschichtung der Verschleiß von Bremsscheibe und -belag sinkt. Reifen und Bremsen sind derzeit für rund ein Drittel der Feinstaubemissionen des Straßenverkehrs in den Innenstädten verantwortlich. Durch die iDisc kann dieser Anteil drastisch reduziert werden.

Die Entwicklung der iDisc ist revolutionär in der Bremsscheiben-Welt. Sie beweist, dass die klassische Grauguss-Bremsscheibe Innovationen hervorbringen kann, die ohne Werkstoffwechsel, aber mit einer völlig neuartigen Hartmetallbeschichtung des Reibrings Eigenschaften hat, die sie in einem neuen Marktsegment zukunftsfähig sein lässt.

„Angesiedelt zwischen der herkömmlichen Graugussscheibe und der Keramikscheibe ist sie einmalig in der Bremsscheiben-Entwicklung“, sagt iDisc- Projektleiter Thomas Pfeiffer. Sie rostet nicht, erzeugt – zusammen mit entsprechenden Belägen – kaum Bremsstaub und weist keine Riefenbildung auf. Die iDisc hat gegenüber der Graugussscheibe eine deutlich längere Lebensdauer und eine hohe Dauerfestigkeit. Sie wird das Bremsen verändern, weil sie weniger abrasiv (durch Reibung), sondern adhäsiv (durch Haftung zwischen glatten Flächen) bremst.

Die Bosch-Tochter Buderus Guss hat die iDisc zusammen mit Porsche auf dem μ-Symposium in Bad Neuenahr bereits im Oktober 2016 einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Ende 2017 gewann die iDisc dann den internen Robert Bosch Innnovation Award. „Optimismus und Vertrauen in die Leistung haben sich beim iDisc-Team auf der Ludwigshütte aus¬gezahlt. Der Gewinn des Robert Bosch Innovation Awards hat eine motivierende Strahlkraft und wird untermauert von der angelaufenen Serien¬produktion. Die iDisc wird als feinstaubreduzie¬rende Bremsscheibe ihren Weg machen und die Globalisierung unseres Geschäfts ermöglichen. Mit ihren herausragenden Eigenschaften ist die iDisc eine wahr gewordene Vision, eine Weltneuheit, die uns ein Alleinstellungsmerkmal im Markt beschert. Wir haben Anfragen von zahlreichen renommierten Automobilherstellern weltweit“, so Buderus Guss-Geschäftsführer Gerhard Pfeifer.

www.guss.buderus.de