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28.02.2018

SmartProduction Center wird eröffnet

Die neue Software KUKA SmartProduction_control sorgt für einen reibungslosen Produktionsablauf: so wissen auch die Automated Guided Vehicles, wann sie welches Werkzeug in welche Zelle liefern müssen (Foto: KUKA).

> KUKA: Am 20. März öffnet die Zukunft ihre Pforten. KUKA, Augsburg, lädt Kunden und Partner ein, dabei zu sein, aus einer Vision Realität zu machen. Im „SmartProduction Center“ auf dem Gelände des Anlagen- und Maschinenbauers wird die wandlungsfähige und flexible Lösung, die Matrix-Produktion, in Betrieb genommen. Das Herzstück der smarten Anlage bildet die neue KUKA-Software KUKA SmartProduction_control. Sie hat alle Informationen und steuert die Prozesse: vom Roboter bis hin zu den Automated Guided Vehicles (AGVs).

„Unsere intelligente Software hat den Überblick. Sie weiß, wo sich die fahrenden AGVs befinden, welches Bauteil das AGV dem Roboter liefern muss und bereitet in kurzer Zeit eine Umrüstung vor“, sagte Dr. Andreas Bauer, Software-Architekt KUKA Division Automotive. Zunehmende Typenvielfalt, häufigere Modellwechsel, Stückzahlschwankungen: Die neuen Marktbedingungen verlangen nach einer geeigneten und konkurrenzfähigen Produktionslösung. „Diese können wir mit der Matrix-Produktion bieten.“ Wie produziere ich verschiedene Bauteile auf einer Anlage? Wie lässt sich kurzfristig die Produktion aufstocken? Wie schaffe ich einen Typenwechsel innerhalb kurzer Zeit auf der gleichen Anlage? Eine smarte Lösung ist gefragt. Dafür hat KUKA die Matrix-Produktion entwickelt: die Software KUKA SmartProduction_control, die auf künstliche Intelligenz (KI)-Technologien basiert und die Automated Guided Vehicles (AGVs), die Transportfahrzeuge, sorgen u. a. dafür, dass die Fertigung flexibel und wandlungsfähig ist. Eine produktneutrale Produktion bedingt die Trennung von Produktion und Intralogistik.

Die von der Produktion entkoppelte Intralogistik ist ein weiterer wesentlicher Vorteil der smarten Matrix-Produktion. Gesteuert durch die KUKA SmartProduction_control holen die AGVs Werkzeuge in einem Toolstore ab, um diese dann in die zu rüstenden Produktionszellen zu transportieren. Gleichzeitig fahren die AGVs das zentralisierte, von der Produktion entkoppelte, Materiallager an, um die für den Produktionsprozess zentral gehaltenen Bauteile in die Zellen zu befördern. Die Matrix-Produktion kann dadurch zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber starr verketteten Produktionskonzepten werden.

„Durch die konfigurierbaren Produktionszellen kombiniert mit der frei programmierbaren Intralogistik und unserer neuen Software KUKA SmartProduction_control machen wir unsere Kunden fit für eine flexible wandlungsfähige Produktion“, sagt Dr. Johann Härtl, Head of Competence Center der KUKA Division Automotive. Um den Kunden das Prinzip der Matrix-Produktion demonstrieren zu können, wird eine Pilotanlage aufgebaut, die mit der Eröffnung am 20. März in Betrieb geht. Kunden erleben hier das Matrix-Konzept hautnah. Es basiert auf standardisierten Produktionszellen. Alle Zellen sind mit produktneutralen Grundfunktionalitäten ausgestattet und sind je nach Auftragslage und Losgröße problemlos mit produktspezifischen Werkzeugen erweiterbar. Die Produktionszellen rüsten und die Bauteile transportieren: alles erfolgt vollautomatisch durch AGVs. Die jeweiligen Roboter nehmen das vom AGV angelieferte Bauteil auf und fügen es mit der entsprechenden Technologie. In der Testzelle werden Autotüren und Radhausbrücken verschiedener OEMs auf ein und derselben Anlage gefertigt: die Umrüstung erfolgt dabei innerhalb kurzer Zeit. Die Intralogistik bilden AGVs und ein Warehouse ab, im dem die Bauteile bereitgestellt werden. Im Toolstore hingegen befinden sich die typenspezifischen Werkzeuge. Eine Software sorgt für den reibungslosen und automatischen Prozessablauf: die KUKA SmartProduction_control kennt zu jedem Zeitpunkt alle Aktivitäten, steuert diese vorausschauend und hat somit den Überblick über Fahrbewegungen der AGVs, deren Batteriestand oder den jeweiligen Status der Produktionszellen.

Wie vermittelt man theoretische Überlegungen am besten? Indem man diese in die Realität überträgt. Genau das hat KUKA mit ihrem Konzept zur Matrix-Produktion getan. Im SmartProduction Center überzeugen sich Kunden vor Ort von den Vorteilen der Matrix-Lösung. Verschiedene Produkte auf der gleichen Anlage fertigen, die Produktion atmen lassen, individualisiert produzieren: All das ist durch die Matrix-Produktion möglich. „Die Wandlungsfähigkeit der Anlage ist vielleicht das entscheidendste Kriterium“, sagt Larry Drake, CEO KUKA Division Automotive. „Auf diese Weise erfüllen wir die Kundenwünsche und sind in diesem Bereich ganz vorne dabei.“ In kurzer Zeit ist die Anlage umgerüstet. Die Produktion benötigt im Vergleich zur bisherigen starr verketteten Produktion den gleichen Platz, kann aber räumlich optimal verteilt werden. Durch die zentrale Logistik wird weniger Personal direkt an der Anlage und in der Logistik gebunden. Darüber hinaus sind Zwischenlager und die Materialanstellung an der Anlage hinfällig. Die Matrix-Produktion ist auch dadurch wirtschaftlicher. Warum? Die gesamte Wertschöpfungskette ist vernetzt, was eine ganzheitliche Optimierung der Anlage ermöglicht. Fazit: Die Produktion wird flexibler, die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und die Wirtschaftlichkeit gesteigert.

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