2.02.2018
erschienen in GIESSEREI Heft 2|2018

Best-Practice-Beispiele für Abwärmenutzung

Zwischen 3 und 6 Mrd. Euro Energiekosten könnten deutsche Unternehmen nach Schätzungen des Umweltbundesamtes jährlich einsparen, würden sie die durch industrielle Prozesse entstehende Abwärme nutzen. Das VDI ZRE (Zentrale Ressourceneffizienz) zeigt in dem Film „Stromerzeugung aus industrieller Abwärme“ wie das zwei Unternehmen gelingt.

200 Mio. MWh Wärmeenergie – also etwa der gesamte Energieverbrauch des Bundeslands Hessen – werden als ungenutzte Abwärme pro Jahr von der deutschen Industrie an die Umwelt abgegeben. Bei der Bilstein GmbH & Co. KG in Hagen, einem Kaltwalzwerk für Stahlprodukte, wird die Abwärme genutzt und in Strom umgewandelt. Dies geschieht während des Glühprozesses, bei dem Stahlcoils für die Weiterverarbeitung erhitzt werden. Das dabei eingesetzte Schutzgas gibt seine Wärme an Wärmetauscher ab und wandelt sie über eine ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) in elektrischen Stom um.

Vorteile der Abwärmenutzung: das Einsparen von Strom und Erdgas. Mit der Restwärme wird darüber hinaus noch Heizenergie erzeugt. Bei Bilstein spielt auch der Abkühlungseffekt durch die Abwärmenutzung eine Rolle, der die Produktion beschleunigt. Zweites Beispiel im Film ist ein Zementwerk und die Abwärmenutzung bei einem Drehrohrofen. Der Film ist 11:30 min lang.