27.12.2017
erschienen in GIESSEREI Heft 1|2018

Druckgießprozessanimation von KSM Castings

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das zeigt auch die Druckgießprozessanimation, die KSM Castings kürzlich ins Internet gestellt hat. In ihr wird der Druckgießprozess anschaulich und leicht verständlich beschrieben.

Die KSM Castings Group mit Werken in Europa, den USA und China verfügt über insgesamt 110 Druckgießanlagen mit Schließkräften von 400 bis 3000 Tonnen. Vom Prinzip her verläuft der Prozess immer ähnlich wie in der Animation auf der Website des Hildesheimer Unternehmens. Das flüssige Metall (z. B. Aluminium, Zink oder auch Magnesium) wird mit einem Druck von 150 bis 1200 Bar in die Form geschossen. Zum Vergleich: ein Autoreifen wird mit etwa zwei Bar aufgepumpt. Die Geschwindigkeiten, mit der das Metall in die Form schießt, sind beachtlich: Mit bis zu 540 km/h werden die Formen gefüllt. Das ist fast so schnell wie ein Verkehrsflugzeug fliegt. Die Hälften der Druckgießform sind jeweils auf einer festen und einer beweglichen Maschinenplatte der Druckgießmaschine montiert. Für das Zusammenhalten der Druckgießform sind wegen des hohen Drucks beim Gießen Verriegelungen mit großen Zuhaltekräften (Schließkräften) erforderlich. Wenn das Metall erstarrt ist, öffnen sich die beiden Formhälften und das Gussstück wird mit Hilfe von Ausdrückstiften automatisch aus der Form geschoben. KSM Castings gießt auf seinen Anlagen sowohl Aluminium- als auch Magnesium-Leichtbaugussteile, beschäftigt weltweit rund 3300 Mitarbeiter und gehört mit etwa einer halben Milliarde Euro Umsatz im Jahr zu den Schwergewichten der deutschen NE-Gießerei-Industrie.

www.ksmcastings.com