Aktuelles aus der Branche

3.08.2018
erschienen in GIESSEREI Heft 8|2018

Gabriele Galante – Mastermind, Führungskraft und Italiano Vero

Gabriele Galante, der Gründer des Gießereimaschinenbauers IMF, bei einer Rede auf dem International Foundry Forum. FOTO: Amafond

> IMF:  > Am 11. Juli ist der italienische Geschäftsmann Gabriele Galante nach kurzer Krankheit im Alter von 76 Jahren verstorben. Mit seiner IMF-Gruppe mit Hauptsitz in Luino, Italien, prägte er das Image der italienischen Maschinenindustrie weltweit.

Galante wurde am 16. März 1942 in einer Unternehmerfamilie geboren, er studierte am Technischen Institut OMAR von Novara und übernahm dann das Familienunternehmen von seinem Vater.

IMF gründete er im Jahr 1972, baute das Geschäft erfolgreich aus und gründete anschließend neue Werke in der Tschechischen Republik (1996), Frankreich (1999), China (1999) und Brasilien (2003).

Er war viele Jahre u. a. Präsident des italienischen Gießereizulieferverbands AMAFOND sowie des europäischen Zulieferverbands CEMAFON. Bis zuletzt war er CEMAFON-Ehrenpräsident.

Gabriele Galante war ein Synonym für die Globalisierung in der Gießerei-industrie. Er nahm an allen wichtigen Veranstaltungen und Kongressen teil und war ein hervorragender Redner für die Branche, für europäische und italienische Interessen und für sein Unternehmen und seine Mitarbeiter.

Angetrieben von seiner Kraft, seinem Wissen und seinem globalen Netzwerk war er der Ideengeber für das alle zwei Jahre stattfindende International Foundry Forum, wo viele Top-Entscheider der Gießereibranche zusammenkommen. Gabriele Galante war ein Mann, den man mit Respekt „Italiano vero“ nennen kann, was bedeutet, dass alles, was er anfing leidenschaftlich, tiefgründig und mit einem Sinn für Humor und für das Leben gewürzt war – eben ein typischer Italiener.

Galante hinterlässt seine Ehefrau, zwei Töchter und vier Enkel.