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4.09.2018

Kaeser: Deutschlands Ansehen wird beschädigt

Siemens-Konzernchef Joe Kaeser: "Deutschland exportiert nicht nur Produkte, sondern auch Werte."

> MADE IN GERMANY: Siemens-Chef Joe Kaeser hat gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland seine Sorge zum Ausdruck gebracht, dass die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz Deutschlands Ansehen in der Welt gefährden könnten. Deutschland exportiere nicht nur Produkte, sondern auch Werte, bekräftigte Kaeser und betonte, das Land trage eine besondere Verantwortung wegen seiner Geschichte.

In Bezug auf Siemens sprach der Manager auch die 378 000 Kollegen weltweit und fast 130 000 in Deutschland an. Diese Menschen müssten sich wohlfühlen, egal welcher Herkunft sie seien, denn die Vielfalt der Mitarbeiter sei ein Teil der Stärke von Siemens. Werte wie Toleranz und Offenheit fördere der Global Player deshalb im eigenen Interesse, machte er deutlich. Auch im Ringen um Fachkräfte könnte es für die deutsche Wirtschaft durch die Vorfälle in Chemnitz Auswirkungen geben, setzte er hinzu.

Infolge eines Tötungsdelikts in Chemnitz kam es Ende August in Chemnitz zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen, bei denen ausländisch aussehende Menschen gejagt und der verbotene Hitlergruß gezeigt wurde. Als Tatverdächtige der den Ausschreitungen vorangegangenen Tötung sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.