Aktuelles aus der Branche

5.09.2018

Smart foundry bekommt neue Eigentümer

Kurtz ersa verkauft die smart foundry in Hasloch an die Rheinische Mittelstandsbeteiligungs GmbH mit Sitz in Meerbusch.

> KURTZ ERSA: Der Maschinenbauer Kurtz Ersa aus Kreuzwertheim setzt seinen Konsolidierungskurs weiter fort und konzentriert sich auf sein Kerngeschäft – den Maschinenbau. Nach der erfolgreichen Transformation des Blechzulieferers MBW zum Automatisierungsspezialisten Conline im vergangenen Jahr werden nun die Aktivitäten im Eisenguss neu strukturiert.

Der Kurtz Ersa Konzern hat in den vergangenen 10 Jahren seinen Umsatz verdreifacht und dabei rund 400 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit dieses Wachstum effizient gestaltet werden konnte, wurden alle Prozesse stringent auf das Kerngeschäft, den Maschinenbau, ausgerichtet. In den kommenden 3 Jahren ist dazu ein Investitionsprogramm von 40 Mio. Euro avisiert.

Der Eisenguss verlor in den letzten Jahren zunehmend an strategischer Bedeutung. Aufgrund des massiven Wachstums der Gruppe betrug sein Anteil am Gesamtumsatz von Kurtz Ersa zuletzt noch 6%. Mit der smart foundry hat man hier vor wenigen Jahren die technischen Voraussetzungen für eine moderne Handformgießerei geschaffen. Grundüberlegung für die Investition war es, einen signifikanten Marktanteil in der Gewichtsklasse von bis zu 10 t Stückgewicht zu erreichen. Dieses Ziel konnte jedoch nicht erreicht werden, weil die Wettbewerber oft über ein breiteres Gewichtsspektrum verfügen. Deshalb suchte man gezielt nach einem strategischen Investor, der über ausreichend Kompetenz und Marktpräsenz zur langfristigen Sicherung der Gießerei in Hasloch verfügt.

Mit der Rheinische Mittelstandsbeteiligungs GmbH wurde am 28.8.2018 der Verkauf der Kurtz Eisenguss vertraglich vereinbart. Zu dieser Gesellschaft gehören bereits einige Gießereien sowie Gussnachbehandlungsfirmen - für Kurtz Ersa eine ideale Konstellation, um die Arbeitsplätze in Hasloch langfristig zu sichern. Leicht gefallen ist den Gesellschaftern und dem Beirat diese Entscheidung nicht, schließlich gehen die Wurzeln der Gießerei auf das Jahr 1852 zurück. Auch fühlt man sich den Mitarbeitern über Generationen hinweg eng verbunden.

Die Aussichten auf einen erfolgreichen Weiterbetrieb der Eisengießerei am Standort in Hasloch mit allen Beschäftigten sind aktuell sehr gut. Die Mitarbeiter, seit Wochen schon vorinformiert, wurden am 31.08.2018 über das Geschäftsmodell des neuen Eigentümers sowohl mündlich in Anwesenheit von Betriebsrat und IG Metall als auch schriftlich unterrichtet. Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Kurtz Ersa-Konzerns, Rainer Kurtz, hob für das Unternehmen und die Eigentümerfamilie hervor, daß man froh sei eine zukunftsweisende Lösung für alle Beteiligten gefunden zu haben.

Das Konzept sieht eine Umsatzausweitung und den Fortbestand aller 90 Arbeitsplätze vor. Die Immobilien bleiben im Besitz von Kurtz Ersa und werden der Rheinischen Mittelstandsbeteiligungs GmbH mietweise überlassen. Das Gießereigeschäft in Hasloch wird künftig unter Eisenguss Hasloch Smart Foundry GmbH firmieren. Als Übergangsstichtag ist der 1.10.2018 vorgesehen.

www.kurtzersa.de