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1.10.2018

Metall-3-D-Drucker für die Massenproduktion

HP Metal Jet-3-D-Drucker in einer Fertigungshalle (Foto/Montage: HP).

> HP INC.: Im Rahmen der IMTS 2018 vom 10. bis 15. September hat HP, Palo Alto, USA, mit dem HP Metal Jet ein neues 3-D-Druck-System für Metalle vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk legt der US-Konzern auf die Geschwindigkeit bei der Herstellung.

Der 3-D-Druck spielt in der Massenproduktion noch eine geringe Rolle. Trotz eines Anstiegs der Marktanteile macht die additive Fertigung in der Produktion erst einen kleinen Teil aus. Deswegen sieht HP ein großes Potenzial in der Massenfertigung bei 3-D-Druck mit Metallen. Laut HP hat das von dem Unternehmen vorgestellte Verfahren den Vorteil, dass es bis zu 50 Mal produktiver als andere Verfahren sein soll. HP nennt als Vergleichsbeispiel Binder Jetting und Laser-Prozesse. Die Bauraumgröße wird mit 430 x 320 x 200 mm angegeben.

Videoclip über das Fertigungsverfahren von HP.

Ebenfalls hebt der Konzern die vergleichsweise niedrigen Kosten hervor. So soll ein System weniger als 399 000 US-Dollar kosten und niedrige Betriebskosten verursachen. Außerdem soll auch die Qualität der Verarbeitung hochwertig sein. So erklärt HP, dass eine gute Oberflächenqualität erreicht werden kann. Ebenso entsprechen Teile, die mit den Maschinen gebaut werden, ASTM sowie ISO-Standards.

HP setzt auf eine Binder Jetting Technologie, die auch schon bei der Kunststoffverarbeitung HP Multi Jet Fusion eingesetzt wird. Derzeit werden schon Einzelteile mit den Partnern GKN und Parmatech hergestellt. Im nächsten Jahr soll ein Produktionsservice starten. 2020 erfolgt dann die Auslieferung der Systeme an ausgewählte Partner und 2021 soll der HP Metal Jet allgemein zugänglich sein.

Mit der Zusammenarbeit mit GKN und Parmatech soll das Produkt von HP verbessert werden. GKN ist einer der größten Anbieter von Metallpulver. Insgesamt stellt das Unternehmen 13 Mio. Teile pro Tag her. Derzeit hat GKN 32 Fertigungsstandorte weltweit. Parmatech ist ein Pionier im Metal Injection Molding Prozess und spezialisiert in der Herstellung von Teilen für die Medizintechnik. Als erste Kunden nennt HP u. a. J&J, Okay Industries, Primo Medical Group, Volkswagen und Wilo.