Aktuelles aus der Branche

26.11.2018

Ministerpräsident Kretschmer diskutierte mit ostdeutschen Gießereien

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer auf dem ostdeutschen Gießereitag. Kretschmer will osteuropäische Fachkräfte u. a. für die ostdeutsche Gießerei-Industrie anwerben (Foto: BDG).

> BDG-LANDESVERBAND OST: Im Rahmen des Ostdeutschen Gießereitages des BDG-Landesverbandes Ost, der jährlich in Chemnitz stattfindet, diskutierte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer Mitte November mit zahlreichen Vertretern ostdeutscher Gießereien.

Zu Beginn der Veranstaltung berichtete der Vorsitzende des BDG-Landesverbandes Ost, Mario Mackowiak, über die aktuelle Konjunktur der Gießerei-Industrie. Mit rund 1,8 Mrd. Euro Umsatz und ca. 11 000 Beschäftigten in 120 Betrieben hat die Gießerei-Industrie einen bedeutenden Stellenwert in den ostdeutschen Bundesländern. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche steht in einem besonders intensiven internationalen Wettbewerb. Zahlreiche politische und administrative Entscheidungen und Auflagen beeinflussen die Handlungsmöglichkeiten der Gießer.

Mackowiak beschrieb einige der derzeitigen Schwerpunktthemen, welche die anwesenden Gießer in ihrer täglichen Arbeit beschäftigen. Ministerpräsident Kretschmer betonte vor seinem Vortrag, dass er die lösungsorientierte Kritik und Problemdarstellung der Gießer sehr schätze und ging dann insbesondere ein auf die Energiepolitik und dabei besonders auf die Kohlekommission sowie das Bekenntnis zur Aufrechterhaltung der Braunkohleverstromung, die Deponiesituation in den Regionen sowie die Genehmigungsverfahren und deren verwaltungstechnischen Besonderheiten ein.

Dabei stellte er auch den Stellenwert der Gießerei-Industrie nicht nur für die Region Chemnitz heraus. Besonders interessant für die rund 30 anwesenden Vertreter aus ostdeutschen Gießereien und der TU Bergakademie Freiberg waren seine Bemerkungen über das geplante Programm zur Anwerbung osteuropäischer Fachkräfte für die sächsische Industrie in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. In der anschließenden Diskussion mit Kretschmer wurde deutlich, dass das Fehlen von Fachkräften die Interessenlage der meisten ostdeutschen Gießereien betrifft. Fehlendes Fachpersonal behindert gegenwärtig den Wachstumsprozess der mittelständischen Betriebe.

Kretschmer betonte, dass er mit diesem Programm aktiv zur Lösung des Problems beitragen möchte. Er appellierte auch an die Schulen und Bildungsträger, sich weiter zu öffnen und den Kontakt zur Industrie zu suchen bzw. zu verstärken.

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