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14.11.2018

Restrukturierung der Gussrohrproduktion

> SAINT-GOBAIN PAM: Der zum französischen Saint-Gobain-Konzern gehörende Schleudergießer Saint-Gobain PAM Deutschland beabsichtigt, seine Produktion in Europa neu aufzustellen. Teil des Planes sei es, den Standort Saarbrücken-Brebach auf die Produktion von Rohren mit Spezialbeschichtung und von Flanschrohren zu konzentrieren und hier weiter zu investieren, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Rohre mit Spezialumhüllung sind für besonders anspruchsvolle Umweltbedingungen geeignet und/oder erlauben eine besonders umweltschonende Verlegung.

Das Gießen von Rohren soll bis Ende 2019 von Saarbrücken-Brebach in die Saint-Gobain PAM Standorte in Lothringen (Frankreich) verlagert werden. Vom Standort Saarbrücken-Brebach aus will das Unternehmen seinen Kunden mit künftig etwa 100 Mitarbeitern Komplettlösungen aus einer Hand bieten. Diese Komplettlösungen sollen Rohre, Formstücke, Armaturen, Kanalguss und verschiedene Dienstleistungen umfassen.

Durch die geplante Zusammenlegung der Produktionskapazitäten soll der Geschäftsbereich Rohrleitungsguss im Kontext einer seit Jahren sinkenden Nachfrage nach Trinkwasser- und Abwasserrohren insgesamt gestärkt und für die Zukunft wettbewerbsfähig gemacht werden. "Zwischen 2008 und 2017 ist der Absatz von Gussrohren in Europaum über 50% geschrumpft, konkretisierte der Geschäftsführer von Saint-Gobain PAM Deutschland Dr. Burkhard Schmolck die Ursachen der Produktionsverlagerung gegenüber der GIESSEREI. Angesichts auf den Markt drängender asiatischer Wettbewerber und fehlender Anzeichen für eine Markterholung sei die Teilverlagerung der Produktion die beste Lösung, so Dr. Schmolck.

Das Unternehmen will alles in seiner Kraft Stehende tun, um die besten Perspektiven zu finden und die 170 Mitarbeiter, die von der Teilverlagerung betroffen sind, mit individuellen Lösungen zu unterstützen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auf Nachfrage teilte Dr. Burkhard Schmolck mit, dass noch bis Ende 2019 wie bisher produziert werde und in der Zwischenzeit Gespräche zur Vermittlung der betroffenen Mitarbeiter geführt würden. Anfragen anderer Gießereien, die Fachkräfte aus Saarbrücken-Brebach zu übernehmen, gebe es bisher nicht, so Dr. Schmolck.

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