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16.09.2019
erschienen in GIESSEREI Heft 9|2019

Millioneninvestition für nachhaltige Industrieproduktion

Trimet-Vorstand Dr. Andreas Lützerath, Trimet-Vorstandsvorsitzender Philipp Schlüter, Essens 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek und Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, (v. l. n. r.) beim Spatenstich zum neuen Abwassersystem der Trimet in Essen (Foto: Trimet Aluminium SE).

> TRIMET: Die Trimet Aluminium SE, Essen, hat umfassende Baumaßnahmen für den Umwelt- und Landschaftsschutz im Ruhrgebiet begonnen. Mit dem aufwendigen Umbau des Abwassersystems am Produktionsstandort Essen leistet das Familienunternehmen einen Beitrag zur ökologischen Verbesserung der Emscher durch die Emschergenossenschaft.

Auf dem Gelände der Trimet Aluminiumhütte im Essener Norden fand am 19. August der erste Spatenstich statt. Mit dem neuen Abwassersystem wird die Emscher weiter entlastet. Das bisherige Mischwassersystem leitete das Kühlwasser der Aluminiumhütte und der Gießerei sowie das Sanitärabwasser des Betriebs gemeinsam mit dem Regenwasser des Werksgeländes kontrolliert in die Berne. Zur Entlastung dieses Emscher-Zuflusses wird Trimet künftig das Mischwassersystem entkoppeln. Kühlwasser und Sanitärabwässer werden dann in einem separaten System behandelt.

„Das Vorhaben von Trimet ist ein ermutigendes Zeichen für einen gelungenen Strukturwandel, in dem die Industrie für ein lebenswertes Umfeld unserer Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernimmt“, sagte Rudolf Jelinek, Erster Bürgermeister der Stadt Essen. „Als Familienunternehmen planen und handeln wir generationenübergreifend. Zur Standortsicherung gehört deshalb auch das Engagement für die Region, in der wir leben“, sagte Philipp Schlüter, Vorsitzender des Vorstands der Trimet Aluminium SE. „Das neue Abwassersystem ist ein weiterer Beleg dafür, dass moderne Industrieproduktion mit Landschafts- und Umweltschutz Hand in Hand gehen.“

Trimet investiert in den Bau der notwendigen Aufbereitungs- und Verteilanlagen in den nächsten zwei Jahren mehrere Millionen Euro. Am Trimet Standort wird künftig nur noch das Regenwasser von den Dächern der Werkshallen und den versiegelten Flächen des rund 500 000 m2 großen Werksgeländes in die Berne eingeleitet. Dazu errichtet Trimet zwei Regenrückhaltebecken mit Fassungsvermögen von 4100 und 3400 Kubikmetern sowie zwei Pumpwerke in zehn Metern Tiefe, die jeweils bis zu 2200 l Wasser pro Sekunde in die Becken fördern können. Nach anschließender Sedimentation und Filtration wird das gereinigte Wasser in die Berne geleitet. Für das Kühlwasser aus den Produktionsanlagen und die Sanitärabwässer des Essener Produktionswerks errichtet Trimet ein separates Kanalnetz.

Dazu werden auf dem Gelände auf einer Strecke von 4,5 km neue Kanäle verlegt. Über zwei Einleitstellen wird dieses Wasser in den von der Emschergenossenschaft neu errichteten Abwasserkanal in rund 20 m Tiefe unterhalb der Berne eingeleitet und in den Kläranlagen des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsverbandes gereinigt. Die Arbeiten zum Bau des neuen Kanalsystems sollen bis 2021 abgeschlossen sein.

www.trimet.eu