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28.05.2020

Ofenwechsel spart Schmelzenergie

Durch den Wechsel von einem erdgas- und elektrobetriebenen Schmelz- und Warmhaltebetrieb zu einem modernen Schachtschmelz- und Warmhalteofen spart Heck + Becker jetzt Energie in der Größenordnung von 50 Vier-Personenhaushalten im Jahr (Foto: StrikoWestofen).

> HECK + BECKER: Der Werkzeugbauer Heck + Becker aus dem hessischen Dautphe spart mit einem neuen besonders energieeffizienten Ofen 250 000 kWh Energie pro Jahr. Das entspricht im Schnitt dem Jahresenergieverbrauch von 50 Vier-Personen-Haushalten. In seinem Druckguss Technologie Center in Hessen führt das Unternehmen für Kunden Gießversuche zur Werkzeugabnahme und zur Feinabstimmung innovativer Gießprozesse durch. Dazu steht eine voll automatisierte Gießzelle mit 3200 Tonnen Schließkraft zur Verfügung.

Pro Jahr werden hier um die 150 t Aluminium verarbeitet – in Kleinserien von bis zu 3000 Teilen. Bei der Anschaffung eines neuen Schmelzofens zur Versorgung dieser Gießzelle standen 2019 eine verbesserte Energieeffizienz und eine Erhöhung der Schmelzkapazität ganz oben auf der Liste. Bisher war zum Schmelzen ein Erdgasofen und zum Warmhalten ein Elektroofen im Einsatz, die das Aluminium zusammen rund um die Uhr auf der Schmelztemperatur von etwa 670 Grad Celsius hielten. Neben einem hohem Energieverbrauch verursachte der Erdgasschmelzofen auch Abbrandverluste von etwa 3,5 %. Die Lösung: ein StrikoMelter Schachtschmelz- und Warmhalteofen, der in einer einzigen Anlage hocheffizient vorheizt, schmilzt und warmhält.

Der neue Ofen vom Typ MH II-T 3000/1500 Plus+ verfügt über eine Schmelzleistung von 1,5 t/h und spart – auch dank verbesserter Isolierung - pro Jahr über 250 000 kWh an Energie. Das entspricht einer CO2-Einsparung von rund 350 Tonnen. Zudem sank der Abbrandverlust auf 1,5 %. Björn Velte, Leiter Gebäudetechnik bei Heck + Becker, ist federführend für die Anstrengungen der Firma in Sachen Energieeffizienz zuständig – und hat dabei große Ambitionen: “Seit 2013 unterstützt unsere Geschäftsleitung die systematische und umfassende Verbesserung der Energieeffizienz des gesamten Standortes. Und scheut dabei auch vor größeren Investitionen nicht zurück.

Mit einer neuen Druckluftanlage und neuer Beleuchtung hatten wir zuvor schon rund 190 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.“ „Obwohl wir hier „nur“ eine Versuchsgießerei sind, hatten wir auch an unseren neuen Schmelzofen hohe Ansprüche. Zum einen musste er unsere variable Auslastung effizient bedienen und eine der Kundensituation entsprechende Metallqualität liefern, zum anderen wollten wir das allerbeste in Sachen Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Der StrikoMelter setzt hier Maßstäbe.“

Das Team bei Heck + Becker bestellte seinen neuen StrikoMelter mit nahezu allen erhältlichen energiesparenden und automatisierenden Zusatzoptionen: Heißgasbaffel, Badfüllstandslaser, Schachtfüllstandsüberwachung, Teillasteffizienz, Beschickungsanlage mit automatisierter Materialzuführung. „Das Projekt bei Heck + Becker zeigt, dass sich die Investition in Energieeffizienz und neuste Ofentechnologie nicht nur für hohe Produktionsvolumen rechnet", resümiert Dirk Wiechmann, Projektmanager bei StrikoWestofen, und ergänzt: "Durch reduzierten Metallverlust und signifikante Einsparungen bei den Energiekosten wird sich der neue Ofen in wenigen Jahren amortisieren. Zudem macht das kombinierte Vorheizen, Schmelzen und Warmhalten und die Automatisierung der Ofenbeschickung den Prozess weniger von manuellen Eingriffen abhängig.“

Mehr zur StrikoMelter-Schmelztechnologie erfahren Sie in der aktuellen GIESSEREI

www.strikowestofen.com