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28.08.2020
erschienen in GIESSEREI Heft 9|2020

Unternehmerin übernimmt Zinkdruckgießer

Gießzelle bei HZD in Premnitz. Mit der Übernahme des Unternehmens endet die Insolvenz. Die 93 Mitarbeiter behalten ihre Arbeit (Foto: BDG/Piterek).

> HZD: Die „Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG“ (HZD) hat wieder eine Zukunft: Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens wurde Ende August an Dana Minor, eine lokal ansässige Unternehmerin und ehemalige leitende Angestellte der HZD verkauft. Das Unternehmen wird künftig als „HZD - Druckguss Havelland GmbH“ firmieren.

„Mit der Übernahme kann das Unternehmen befreit von der Insolvenz wieder durchstarten“, hieß es seitens der Insolvenzverwaltung. Die Arbeitsplätze der verbliebenen 93 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben erhalten. In den vergangenen neun Monaten wurden in enger Zusammenarbeit mit den leitenden Mitarbeitern eine Reihe von Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Es wurden z.B. unrentable Verträge gekündigt oder nachverhandelt sowie Produktionsprozesse optimiert.

Ein wesentlicher Schritt war auch, eine Reihe von Nachbearbeitungsschritten an den produzierten Gussteilen von externen Subunternehmern wieder zurück ins Unternehmen zu holen. Dadurch konnte die Wertschöpfung deutlich gesteigert werden. An diesen erfolgreichen Kurs will das Unternehmen anknüpfen und nun auch verstärkt Neugeschäft akquirieren. Das Unternehmen hat wieder eine langfristige Perspektive“, so Insolvenzverwalter Laboga.

HZD ist spezialisiert auf Präzisionsdruckguss, Dünnwandguss und Oberflächenbearbeitung von Zinkteilen u.a. für die Elektro-, Automobil-, Möbel-, sowie Schloss- und Beschlagindustrie. Zu den Produkten gehören z.B. Beschläge für Fenster- und Türen, Wärmeableiter für Elektronik-Anwendungen oder Teile für Skibindungen. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 20 Mio. Euro.

www.hzd.eu