Aktuelles aus der Branche

28.09.2020
erschienen in GIESSEREI Heft 10|2020

Millionen für automatische Bremsscheibenbearbeitung

Die neue Lkw-Bremsscheibenbearbeitungsanlage in Bestwig kann pro Jahr 250 000 Bremsscheiben einbaufertig bearbeiten und ist Teil der Automatisierungsstrategie von M. Busch.

> M.BUSCH: Die Eisengießerei M.Busch mit Standorten in Meschede-Wehrstapel und Bestwig lässt sich durch die Corona-Krise nicht in ihren Investitionszielen beirren. Erneut wird in die Automatisierung investiert, diesmal in eine vollautomatische Bearbeitungslinie für Lkw-Bremsscheiben. Inzwischen ist das Bearbeitungswerk in Bestwig mit einer völlig neu konzipierten, verketteten Fertigungslinie in der ebenfalls neu errichteten Halle 7 in Betrieb genommen worden.

Die Investitionssumme beträgt vier Millionen Euro in den 4100 m² großen Hallenneubau sowie eine hochmoderne Bearbeitungslinie für vier Millionen Euro. Die neue Anlage ist technisch so ausgelegt, bei gleicher Bedienmannschaft den doppelten Output in Höhe von 250 000 einbaufertig bearbeiteten Bremsscheiben pro Jahr zu erzielen.

Die vollautomatisierte Linie umfasst eine mannlose Beschickung mit integriertem Poka Yoke, unterstützt durch eine Kamera-Visualisierung. Poka Yoke ist ein japanischer Begriff zur systematischen Fehlererkennung und -vermeidung. Kern der Fertigungslinie sind vier Drehmaschinen, eine dynamisch prüfende Messeinheit, Nadelpräger zur Einhaltung von Traceability und drei Bohranlagen mit nachfolgender taktiler Robotervermessung zur Erkennung der Bearbeitungsmerkmale. Verknüpft sind diese Anlagen über diverse Handlingsgeräte und Roboter.

Die Eisengießerei mit Bearbeitung M. Busch, die in Europa zu den führenden Herstellern einbaufertiger Bremsscheiben, Schwungräder und Bremstrommeln für die Truck-Industrie gehört, hat in den vergangenen vier Jahren bereits eine mittlere zweistellige Millionensumme in ihre Gießerei in Meschede-Wehrstapel investiert. Nun wurde der Ausbau am Standort Bestwig im Rahmen der Strategie MB 2022 fortgesetzt, nachdem im letzten Jahr bereits in eine neue Linie zur Bearbeitung von Schwungrädern investiert wurde.

„Ziel ist es, M. Busch an beiden Standorten, auch in Zeiten der Krise, zukunftsfähig im Hinblick auf Industrie 4.0, Qualität, Kapazität und Produkte aufzustellen“, sagt Geschäftsführer Andreas Güll. M. Busch beschäftigt momentan rund 530 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 110 Millionen Euro.

www.mbusch.de