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16.04.2021

Velco feiert 50. Jubiläum

Mit dem ersten Rotamat begann 1971 die Firmengeschichte von Velco (Foto: Velco).

> FIRMENJUBILÄUM:  In diesem Jahr jährt sich die Firmengründung des Feuerfest-Spritzexperten Velco aus Velbert zum 50. Mal. Basis für die Firmengründung im Jahr 1971 durch Kurt Wolf, Vater des heutigen Firmeninhabers Christian Wolf, war die Konzeption der noch heute vertriebenen Rotorspritzmaschine Rotamat für die Gießerei-Industrie.

Mit ihr konnten die Velberter eine Trockenspritzmaschine zur Verfügung stellen, die es erlaubte, die Feuerfestreparatur schneller, sicherer und kostengünstiger durchzuführen. Velbert, am Rande des Ruhrgebiets gelegen, war in früheren Jahren ein wichtiges Zentrum der Gießerei-Industrie mit dem Betrieb von Kupolöfen für Grau- und Temperguss. Deren Feuerfestauskleidung muss täglich repariert werden. Dies war damals sehr aufwendig und belastend für die Arbeiter, denn es wurde erdfeuchte Masse hinter eine Schablone gestampft. Der Einsatz von Trockenspritztechnik als Alternative war das Ergebnis der gemeinsamen Suche von Gießerei- und Feuerfest-Industrie nach einer besseren Lösung.

Allerdings waren die damals auf dem Markt befindlichen Maschinen hierfür nur bedingt geeignet. Dies war 1971 der Anlass für Kurt Wolf die Rotorspritzmaschine Rotamat zu entwickeln. Durch Einsatz dieser Spritzmaschine in Verbindung mit einer ebenfalls von Velco speziell entwickelten Hubarbeitsbühne war die Feuerfestreparatur nun schneller, sicherer und kostengünstiger möglich. Hinzu kamen Verbesserungen in der Logistik: Die Feuerfestmasse konnte nun auch in Big Bags oder Silo-Lkw angeliefert werden – dadurch musste das Befüllen der Maschine nicht mehr über Sackware erfolgen – eine weitere Arbeitserleichterung.

Einsatzgebiete des kleinen und handlichen Rotamat sind außerdem Reparaturanwendungen in der Stahl-, Feuerfest- und Bauindustrie. Im Laufe der Jahrzehnte hat Velco sein Lieferprogramm erweitert, um die ständig steigenden Anforderungen an Kostensenkung, Effizienz und Sicherheit zu erfüllen. Zweites, auf dem Maschinenbau-Know-how basierendes Standbein ist der pneumatische Transport von trockenen Schüttgütern. In Gießereien werden beispielsweise Anlagen der Velberter zum Einblasen von Feinkohle in den Kupolofen verwendet, sodass der Satzkoksanteil weiter reduzierbar ist. Es ist auch möglich, Reststoffe wie Filter-, Schleif- oder Putzereistäube in den Kupolofen einzublasen und so zu verwerten. Weiter lassen sich durch das dosierte Einblasen von Si-Fines in den Kupolofen Legierungskosten senken.

Im Rahmen eines BMBF-Forschungsprojekts hat Velco bei einem Kunden eine Anlage installiert, die es ermöglicht, zinkhaltige Filterstäube in die Metallschmelze einzublasen und so ein hoch konzentriertes Zinkoxidprodukt zu erzeugen. Auch für NE-Schmelzbetriebe ist das Rückführen von Produktionsrückständen in Form von Fines eine praktikable Methode. Je nach Körnung und Schmelzgröße werden Fines in oder auf die Schmelze geblasen und so aus Rückständen wertvolle Rohstoffe. Die Stahlindustrie nutzt vergleichbare Anlagen auch in der Sekundärmetallurgie, z.B. zur Analysenkorrektur bzw. zum Entschwefeln.

www.velco.de