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7.05.2021
erschienen in GIESSEREI Heft 6|2021

Multimillionen-Investition in Lohr

Klicken Sie zum vergrößern! Werksgelände „Zum Eisengießer“: Links: geplantes Bürogebäude; rechts: geplantes Logistikzentrum; Mitte: neues Gebäude sowie neue Anlagen, Optimierungen und Umbauten in der Gießerei (Bild: Bosch Rexroth).

> BOSCH REXROTH: In den kommenden fünf Jahren will Bosch Rexroth über 100 Millionen Euro für die Zukunftsfähigkeit seines Hydraulikgeschäfts am Stammsitz in Lohr am Main ausgeben. Investiert wird massiv in die Gießerei, aber auch in die Logistik und einen neuen Bürokomplex. 

Bosch Rexroth investiert in die Zukunft: Auf dem Werksgelände „Zum Eisengießer“ in Lohr soll ein Logistikzentrum und ein neues Bürogebäude entstehen. Die Gießerei soll modernisiert und ihr Kerngeschäft mit neuen Maschinen und Anlagen gestärkt werden. 82 Millionen Euro investiert Bosch Rexroth in diese Vorhaben. Zudem sind bis Ende 2025 rund 20 Millionen Euro für zusätzliche Sanierungen, Modernisierungen und kleinere Baumaßnahmen sowie Instandhaltungen in Lohr vorgesehen.

Damit investiert Bosch Rexroth in die Zukunftsfähigkeit des Hydraulikgeschäfts an seinem Stammsitz in den nächsten fünf Jahren deutlich mehr als in den Vorjahren. Dr. Steffen Haack, Leiter des Produktbereichs Industriehydraulik und Mitglied des Vorstands, sagt: „Unsere Investitionen stärken den Standort Lohr massiv. Damit kann unser Stammsitz im weltweiten Verbund der Bosch Rexroth-Standorte auch in Zukunft eine führende Rolle wahrnehmen. (...) Die geplanten Investitionen sind ein klares Bekenntnis zu unserem weltweit größten Standort (...).“

In der Gießere sind allein 40 Millionen Euro für modernere Technologien und verbesserte Abläufe eingeplant. Es sollen Gießanlagen optimiert, neue automatisierte Anlagen zum Gussputzen integriert und der Schmelzbetrieb durch einen neuen Schmelzofen erweitert werden. Außerdem sollen Prozesse, Logistik und Materialflüsse innerhalb der Gießerei verbessert werden. Dies beschleunigt die Abläufe bei der Fertigung von Gussteilen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gießerei.

„Unsere Gießerei ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Lieferkette. Mit den Investitionen und Optimierungen in Lohr wollen wir unsere gute Marktposition im qualitativ hochwertigen Hydraulikguss stärken, die wir uns in den letzten Jahren erarbeitet haben“, sagt Holger von Hebel, Leiter der Business Unit Mobilhydraulik, der die Gießerei zugeordnet ist. Während der Kokillenguss durch spezialisierte Gussanbieter und Wettbewerber aus kostengünstigen Standorten zunehmend unter Preis- und Wettbewerbsdruck steht, entwickelt sich der Formmaschinenguss zum Kerngeschäft mit hoher Relevanz für die Zukunftsfähigkeit der Gießerei.

Bosch Rexroth plant daher, den Bereich Kokillenguss in einem konzentrierteren Umfang fortzuführen und sich auf die Herstellung hochkomplexer Kokillengussteile für hydraulische Anwendungen für den Eigenbedarf zu fokussieren. Damit will das Unternehmen wettbewerbsrelevantes Know-how in Lohr halten. „Wir setzen auf den besonders anspruchsvollen Formmaschinenguss als Kerngeschäft unserer Gießerei und sichern damit langfristig Arbeitsplätze“, so von Hebel. Durch die geplanten Investitionen, Prozessoptimierungen und die stärkere Konzentration auf den Formmaschinenguss entfallen allerdings bis Ende 2025 auch rund 60 Stellen, überwiegend im Kokillenguss. Derzeit arbeiten in der Gießerei rund 460 der insgesamt rund 5350 Beschäftigten von Bosch Rexroth in Lohr.

Die Gesamtinvestition umfasst weitere 20 Millionen Euro für ein neues Logistikzentrum und ebenfalls 20 Millionen Euro für ein neues Bürogebäude in Lohr. Darüber hinaus sind für zusätzliche Sanierungen, Modernisierungen und weitere Neubauprojekte weitere 20 Millionen Euro eingeplant.

www.boschrexroth.com