Aktuelles aus der Branche

5.01.2021
erschienen in GIESSEREI Heft 1|2021

Green Deal dank Aluminium

Aluminium ist ein typisches Kreislaufmaterial und deswegen nachhaltig. Foto: Andreas Bednareck

> KLIMASCHUTZ: Aluminium ist ein Werkstoff mit großem Potenzial für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Aber die Industrie mit ihren Beschäftigten braucht auch Planungssicherheit und einen langfristigen industriepolitischen Rahmen. Das war das Ergebnis eines intensiven Austauschs zwischen IG Metall, IG BCE und führenden Vertretern der deutschen Aluminiumindustrie.

Einig waren sich die Teilnehmer in der Frage des Potenzials von Aluminium. Manuel Bloemers, Gewerkschaftssekretär der IG Metall und dort Branchenbeauftragter der Aluminiumindustrie, machte deutlich: „Auf dem Weg zur klimaneutralen Industrie ist Aluminium mit seiner Recyclingfähigkeit und Vielfältigkeit ein wichtiger Baustein.“ In die Richtung der politischen Entscheider in Brüssel und Berlin fügte er hinzu: „Die Unternehmen brauchen auf dem Weg zum klimaneutralen Kontinent klare und vor allem langfristige Leitlinien. Aktuell scheint es, als würden die politischen Flanken immer wieder neu gesetzt – ungeachtet der langfristigen Investitions- und Strategiepläne der Unternehmen. An der Aluminiumindustrie in Deutschland hängen viele 10 000 gut bezahlte Jobs. Die Zahl der nachgelagerten und induzierten Arbeitsplätze ist dabei um ein Vielfaches höher.“

Philipp Schlüter, Vorstandsvorsitzender der TRIMET Aluminium SE, unterstrich die Bedeutung wettbewerbsfähiger Strompreise für die Aluminiumindustrie in Deutschland: „Die industrielle Wertschöpfung Deutschlands braucht zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit bezahlbaren Strom und zwar aus erneuerbaren Quellen – Klimaschutz muss zum Businesscase werden.“

Manuel Rendla, Gewerkschaftssekretär der IG BCE, betonte: „Die Unternehmen der Aluminiumindustrie unterstützen das gesellschaftliche und politische Ziel der klimaneutralen Industrie. Dazu bedarf es eines verlässlichen Plans für den Netzausbau, Sicherheit bei den Strompreisen und eines konsequenten Ausbaus erneuerbarer Energien. Die Industrie mit ihren Beschäftigten benötigt eine Strategie, die über die Länge einer Legislaturperiode hinausgeht.“

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