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26.05.2021
erschienen in GIESSEREI Heft 6|2021

China baut erstes Wasserstoff-Stahlwerk

Der Einsatz von Wasserstoff als Brennstoff für Hochöfen wird mit Hochdruck erprobt. Auch bei thyssenkrupp in Duisburg laufen seit Anfang 2020 Versuche, bei denen mit Einsparungen von 20 Prozent gerechnet wird (Foto: Fotolia).

> GRÜNE STAHLPRODUKTION:  Anfang Mai hat Hebei Iron and Steel (HBIS), Chinas zweitgrößter Stahlproduzent, mit dem Bau eines Pilot-Werks zur Erzeugung von Stahl mit Hilfe von Wasserstoff begonnen. Das Rennen um eine kohlenstoffarme Stahlproduktion nimmt damit Fahrt auf.

Wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt, kann Hebei Iron and Steel (HBIS) dabei die Vorteile der Wasserstoff-Energie-Pilotstadt Zhangjiakou nutzen, in der mit Hilfe von Windkraft und Solarenergie Wasserstoff gewonnen wird und neue Technologien, neue Verfahren und neue Geschäftsmodelle erforscht werden.

In dem Projekt sollen neue Wasserstoff-Reduktionstechnologien wie die Energiron-ZR-Technologie eingesetzt werden, um das traditionelle Hochofen-Verfahren zu ersetzen, bei dem für eine Tonne Roheisen 300 Kilogramm Koks und 200 Kilogramm Kohlenstaub verbraucht werden.

Den Studien zufolge ist eine jährliche Reduktion der Kohlenstoffemissionen von 60 % möglich. Nach seiner Fertigstellung wird es die weltweit erste Pilotanlage zur kohlenstoffarmen Stahlerzeugung sein – ein bedeutender Schritt in Richtung einer klimaneutralen Stahlerzeugung.