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18.06.2021

Center für Additive Fertigung eröffnet

Bei Mahle sieht man den 3-D-Druck als Schlüsseltechnologie für die schnelle Entwicklung klimaneutraler Antriebe.
FOTO: MAHLE

> MAHLE : Der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle, der auch eine Gießerei in Rottweil betreibt, macht Tempo beim 3-D-Druck. An seinem Hauptsitz in Stuttgart hat der Technologiekonzern ein neues Center für Additive Fertigungsverfahren eröffnet. Durch ein Gemeinschaftsprojekt mit Porsche und Trumpf im vergangenen Jahr hatte das Thema bei Mahle an Fahrt aufgenommen (>>zum Video)

Bei komplexen Bauteilen kann Mahle die Fertigung von Prototypen künftig von mehreren Monaten auf wenige Tage verkürzen. Das wird auch die Entwicklung klimaneutraler Antriebe, zum Beispiel für die E-Mobilität, erheblich beschleunigen. Das 3-D-Druck-Center, in dem Drucker, Pulveraufbereitungsmodul, Prüflabor, und eine Strahlanlage zur Nachbearbeitung der Bauteile untergebracht sind, wird sowohl auch für die interne Prototypenfertigung als auch für Kundenaufträge genutzt.

„Die Entwicklung neuer Systeme und Komponenten muss heute deutlich schneller gehen als noch vor einigen Jahren, gerade wenn es um Lösungen für nachhaltige CO2-neutrale Antriebskonzepte geht“, sagt Michael Frick, Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung (ad interim) und CFO. „Mit dem neuen 3-D-Druck-Center stärkt Mahle seine Aktivitäten in den Strategiefeldern, wie zum Beispiel der E-Mobilität.“

Dr. Martin Berger, Leiter der zentralen Forschung und Vorausentwicklung, betont: „In der neuen Anlage werden auch Verfahren entwickelt, die den 3-D-Druck in der industriellen Serienproduktion nach den strengen Standards der Automobilindustrie möglich machen. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Produktentwicklung und -herstellung, denn mit diesem Verfahren lassen sich Hochleistungsbauteile fertigen, die mit konventionellen Verfahren nicht herstellbar sind.“

Im Fokus des neu eröffneten 3-D-Druck-Centers steht die Entwicklung von Bauteilen für den Einsatz in E-Fahrzeugen und anderen nachhaltigen Antriebskonzepten. Besonders für die Bereiche Thermomanagement, Mechatronik und Elektronik werden hier künftig Fertigungsprozesse entwickelt und für die spätere Serienproduktion qualifiziert. Als Materialien kommen dabei spezielle Aluminium- und Edelstahllegierungen zum Einsatz die, je nach Einsatzzweck, besonders belastbar, korrosionsbeständig oder gewichtsoptimiert sind.

Das Thema 3-D-Druck spielt bei Mahle seit dem vergangenen Jahr eine große Rolle. In einem Gemeinschaftsprojekt mit Porsche und Trumpf hatte der Automobilzulieferer Kolben und Ladeluftkühler für den Supersportler Porsche 911 GT2 RS erfolgreich im 3-D-Drucker produziert und getestet. Dank seiner breiten Werkstoffexpertise kann Mahle die Produktion äußerst performanter Komponenten garantieren, die auch extremen Belastungen standhalten. Um dieses Know-how verstärkt auch für den Ausbau der Aktivitäten in den Zukunftsfeldern zu nutzen, fiel die Entscheidung für den Bau eines eigenen 3-D-Druck-Centers.

www.mahle.com