Aktuelles aus der Branche

8.01.2021
erschienen in GIESSEREI Heft 1|2021

Studenten testen in Schwerelosigkeit

Test des 3-D-Drucks im Parabelflug. FOTO: TORBEN SCHAEFER

>ADDITIVE FERTIGUNG: Acht Studenten der Hochschule München testeten unter dem Projekttitel „AIMIS-FYT“ 3-D-Druckverfahren z.B. für Satelliten- oder Antennenbauteile in der Schwerelosigkeit des Parabelflugs für den Einsatz im All.

Komponenten für die Raumfahrt werden heute auf der Erde entwickelt, getestet und produziert und dann mit Trägerraketen ins All transportiert. Die Kosten dafür sind immens, die Komponenten während des Starts erheblichen Belastungen ausgesetzt. Ein studentisches Team der Hochschule München forscht im Rahmen des FlyYourThesis!-Programms der Europäischen Weltraumagentur (ESA) an einem Fertigungsverfahren für das All. Beim Parabelflug testeten sie ihr Verfahren unter Realbedingungen.

Das Akronym AIMIS steht für „Additive Manufacturing In Space“ und beschäftigt sich mit einem spezifischen 3-DDruckverfahren, um beispielsweise Solarpaneele oder Antennen unter Schwerelosigkeit direkt im Weltraum herzustellen. Im Rahmen des ESA-Parabelflugs hatte das Team 22 Sekunden Zeit, um die Experimente unter Schwerelosigkeit zu testen. Statt eines Schicht-für-Schicht- Drucks, wie er bei herkömmlichen 3-DDruckern üblich ist, erzeugt der Druckkopf dabei die Komponenten unmittelbar durch seine dreidimensionale Bewegung. Mit einem fotoreaktiven Harz, das aus dem Druckkopf durch eine Düse gedrückt wird und unter Bestrahlung mit UV-Licht aushärtet, werden dann die Bauteile produziert.

www.hm.edu