4.10.2016

Drei Fragen an...

Foto: BDG/Soschinski

Melanie Chomiak-Janus, neue Geschäftsführerin der BDG Service GmbH in Düsseldorf. Die 37-jährige hat ihr Amt am 4. Oktober 2016 von ihrer langjährigen Vorgängerin Angela Effinger übernommen, die in den verdienten Ruhestand geht.

Sehr geehrte Frau Chomiak-Janus, Glückwunsch zu Ihrer neuen Position! Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?
Vielen Dank. Vorweg möchte ich mich für die nette und freundliche Aufnahme durch den neuen Kollegenkreis bedanken. Selten bin ich auf Anhieb so herzlich empfangen worden, was mir ehrlich gesagt den Einstieg sehr erleichtert hat. Mich reizt die Vielseitigkeit der neuen Aufgabe. Hier bei der BDG Service GmbH haben wir ja im Grunde genommen vom chemischen Labor über die Formstoffprüfung, die Metallografie bis hin zur Werkstoffprüfung bereits eine hohe Vielseitigkeit in unserem Aufgabenspektrum gegeben. Und ich sehe noch einige Möglichkeiten hier Dinge weiterzuentwickeln und aufzubauen. Sei es im Bereich Gießereiberatung, bei der Beurteilung von Fehlern oder der professionellen Unterstützung der Gießereien, beim Auftreten von Gussfehlern oder Schadensfällen. Hier sehe ich noch großes Potenzial und für mich persönlich die Möglichkeit, dieses Potenzial zu heben und den kontinuierlichen Veränderungsprozess zu gestalten.

Welche beruflichen Etappen haben Sie bereits hinter sich?
Nach meinem Studium der Gießereitechnik in Duisburg habe ich meine berufliche Laufbahn bei Babcock in Oberhausen begonnen. Die Insolvenz des Babcock-Mutterkonzerns führte dazu, dass ich als Assistentin des Produktionsleiters im Krefelder Werk von Schmolz & Bickenbach angeheuert, später die Produktionsleitung und somit die Verantwortung für 85 Mitarbeiter übernommen habe. Zunächst hatte ich damit gerechnet, dass es für mich als junge Frau schwierig wird, mich in diesem traditionell männerdominierten Umfeld durchzusetzen. Schließlich hätte ich die Tochter von manchem Mitarbeiter sein können. Doch ich wurde positiv überrascht. Nach 6 Jahren Führungsverantwortung habe ich mich entschieden, mich weiterzuentwickeln und beruflich zu verändern. Als selbstständige Unternehmensberaterin für die Gießereiindustrie - und auch für die VDG-Akademie ;) - war ich dann dreieinhalb Jahre mit dem Schwerpunkt Qualitätsoptimierung, Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit im Stahlgusssektor unterwegs. Ein weiterer Schwerpunkt und eines meiner Kernthemen war aber das Thema Führungskräfteentwicklung. Denn ein Betrieb und auch eine Gießerei kann nur dann gute Qualität abliefern, wenn Sie gute Mitarbeiter hat. Und das fängt bei den Führungskräften an.

Welche Ziele haben Sie sich bei der BDG Service GmbH noch vorgenommen?
Zuerst einmal möchte ich mir einen Überblick über das bestehende Geschäft und die existierenden Prozesse verschaffen. Darauf aufbauend werden wir eine Strategie entwickeln, um neue Märkte zu erschließen und bestehendes Geschäft auszubauen. Eine meiner Ideen ist es, anhand einer Analyse der BDG-Mitgliederbefragung, in der die Mitgliedsunternehmen auch nach der BDG Service GmbH befragt wurden, abzuleiten, welche zusätzlichen Produkte und Dienstleistungen wir unseren bestehenden Kunden anbieten und welche neuen Märkte wir erschließen können. In diesem Kontext werden wir auch analysieren, aus welchen Bereichen und Märkten wir uns gegebenenfalls zurückziehen sollten, weil sie nicht mehr wirtschaftlich sind oder die Produkte nicht mehr nachgefragt werden. Kurzum, ich möchte das Angebotsspektrum der BDG Service GmbH einfach noch besser auf die Wünsche und Bedürfnisse der Gießerei-Industrie abstimmen und neue Kunden, gegebenenfalls auch aus anderen Branchen, für unser Unternehmen gewinnen.

www.bdg-service.de