8.11.2016
erschienen in GIESSEREI Heft 11|2016

Edelstahl und Kunst

Das Gießen ist der schnellste Weg, Metall in eine neue Form zu bringen. Wie aufwendig aber der Nachbearbeitungsprozess sein kann und welches Know-how eine Gießerei beim Kunstguss aufbringen muss, zeigt das Firmenporträt der Edelstahlwerke Schmees mit ihren Standorten in Langenfeld und Pirna.

Das Kerngeschäft der Edelstahlwerke Schmees war immer der Guss für den allgemeinen Maschinenbau“, erklärt Firmenchef Clemens Schmees in dem Firmenportrait, das als Video auf der Webseite des Unternehmens abrufbar ist. Hierin erfährt man, wie die Unternehmerfamilie Schmees aus einer alten Gießerei in Pirna im Laufe der Zeit eine global agierende Edelstahlmanufaktur entwickelte und wie der Kunstguss Einzug ins Unternehmen gehalten hat. Der erste Auftrag im Kunstbereich kam von Jeff Koons, der das Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Oberflächengüte, stellte. Später kamen Künstler wie Horst Gläsker oder Tony Cragg hinzu, die auf die Erfahrung des Unternehmens vertrauen. Mittlerweile werden in Pirna tonnenschwere Kunstobjekte hergestellt und aufwendig bearbeitet. Allein bei einer Skulptur von Tony Cragg, die ebenfalls im Video zu sehen ist, lag der Polieraufwand bei schätzungsweise 5000 Stunden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine fehlerfreie, auf Hochglanz polierte Edelstahloberfläche. Inzwischen profitieren auch die ursprünglichen Geschäftsbereiche der Gießerei von den Erfahrungen aus dem Kunstguss. Perfekte Oberflächen sind für Schmees kein Problem mehr. Der Film hat die Silbermedaille beim Bundesfilmfestival Dokumentation 2016 erhalten und ist auf der Webseite des Unternehmens sowie auf YouTube abrufbar.

www.schmees.com