15.02.2018

Roboter drucken Stahlbrücke in Amsterdam

Wer gestern noch dachte, der Metall-3-D-Druck sei zwar interessant, werde aber noch ein paar Jahre brauchen, um bahnbrechende Ergebnisse zu erzielen, sollte sich auf eine Überraschung gefasst machen: In Amsterdam drucken derzeit zwei Roboter per Metall-3-D-Druck eine komplette Fußgängerbrücke aus Stahl. Fußgänger sollen sie bereits im Juni 2018 überqueren können.  

Zu den 1280 Brücken in Amsterdam kommt nun noch eine weitere hinzu: Eine Stahlbrücke, die von zwei Robotern per Metall-3-D-Druck gefertigt wird. Die beiden Blechkameraden stehen sich an einer Gracht gegenüber und arbeiten sich bei der Fertigung bis zur Mitte vor, wo das Bauwerk dann aneinandergefügt wird. Sie bewegen sich dabei auf selbst gedruckten Schienen voran, sobald diese eine ausreichende Stabilität erreicht haben. In Schichten fügen sie 1500 °C heiße Stahlschmelze nach und nach aneinander und nutzen so eine "nie dagewesene Freiheit in der Form", so Designer Joris Laarman.

Science-Fiction wird Realität: Die neue Brücke soll ab Juni 2018 für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Sie befindet sich an der Straßenecke Achterburgwal und Stoofsteeg. Beteiligt an dem Projekt sind neben dem niederländische Designer Laarman die Konstruktionsfirma Heijmans und der Spezialist für 3-D-Druck MX3D.

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