1.02.2019
erschienen in GIESSEREI Heft 2|2019

Die Glockengießer aus Sinn

Die Glockengießer Rincker sind bereits seit 1590 bekannt. Ihr Handwerk ist eine Tradition, deren Anfang bis tief ins Mittelalter hinein reicht und auch heute noch u. a. im hessischen Sinn praktiziert wird. In der Sendung Galileo auf Pro7 stehen die fünf wichtigsten Arbeitsgegenstände eines Glockengießers im Fokus – und mit ihnen der anspruchsvolle Gießereiprozess zur Herstellung der Musikinstrumente.

Den Produktionsprozess einer Glocke präsentiert Christian Rincker, ausgebildeter Metall- und Glockengießer und jüngster Vertreter des mindestens 14 Generationen alten Gießergeschlechts. Die Galileo-Redaktion stattet Rincker mit einer Stirnkamera aus und ist so ganz nah dabei, wenn z. B. die Form entsteht oder – aus heutiger Sicht kurios – ein Fichtenstamm zur Entgasung der Schmelze eingesetzt wird.

Beim Abguss in Sinn sind Priester und Nonnen zugegen, die die Glocke weihen und den Abguss zu einem erhabenen Moment machen. 15 Minute abgießen – zwei Wochen abkühlen. Danach ist noch das Aus­packen, Bearbeiten und Stimmen des Instruments in dem 9-Minuten-Beitrag zu sehen. In den „heiligen“ Werkshallen in Sinn entstehen 40 Glocken pro Jahr.

Um die Glockengießerei Rincker geht es auch in einem Arti­kel in der kommenden ­Ausgabe.

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