18.06.2019
erschienen in GIESSEREI Heft 6|2019

XXL-Kranhaken aus dem Drucker

Das niederländische Unternehmen Huisman, Hersteller schwerer Ausrüstungsgegenstände u. a. für die Verladung von Schwerstlasten im Offshore-Bereich, hat die Installation des ersten 3-D-gedruckten Kranhakens bekannt gegeben.

Der 36 Tonnen-Haken ist inzwischen vom Amerikanischen Bureau of Shipping (ABS) zertifiziert worden. Normalerweise werden Kranhaken aus hochfestem Stahl geschmiedet oder gegossen. Das 3-D-gedruckte XXL-Bauteil ist dagegen im sogenannten Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) Prozess gefertigt worden, bei dem Draht mit einem Lichtbogenplasmastrahl aufgeschmolzen wird.

„Der WAAM-Prozess ermöglicht uns eine beispiellose Kontrolle der Materialqualität durch sorgfältige Prozessvorbereitung. Wir sind in der Lage, hochfeste Stahlteile herzustellen, deren Qualität mit Schmiedeteilen vergleichbar ist“, so Huisman-Ingenieur Hugo Romer. Der erste 3-D-gedruckte Kranhaken der Niederländer wurde in einer Unternehmensniederlassung in der Tschechischen Republik gedruckt.

Er wird auf dem semi-tauchfähigen Schwerlastkranschiff OOS Serooskerke eingesetzt. Dort soll der Kranhaken für die Offshore-Konstruktion sowie für Unterwasserinstallationsprojekte genutzt werden. Der englischsprachige Film über die Fertigung des Hakens ist etwa eine Minute lang.

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