27.10.2021
erschienen in GIESSEREI Heft 11|2021

Die Stromlücke

Die Strompreise in Deutschland sind außer Rand und Band. Laut Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung ist der Preis allein zwischen 2020 und heute von 40 auf 128 Euro je Megawattstunde gestiegen. Was das für Branchenunternehmen wie Ohm & Häner bedeutet, hat die Sendung Plusminus im ARD aufgegriffen.

Paul Ohm, der den Familienbetrieb gemeinsam mit Bernd Häner und Dr. Ludger Ohm leitet, klärt in der Sendung vom 6. Oktober über die schwierige Lage des Unternehmens auf: den Neubau der Gießerei mit induktiver Schmelzwärme vor 15 Jahren; den Preisanstieg, der die Produktion verteuert und die Gewinne drückt und schließlich die Rolle rückwärts hin zum Einsatz von Gas, um wieder wirtschaftlich produzieren zu können. Besser ist die bislang misslungene Energiewende nicht zu veranschaulichen.

Weitere Beispiele einer Chemiefirma, die Stromausfälle mit einem Generator kompensiert und eines Bäckers, dessen Produktion durch Stromschwankungen belastet wird, zeigen die prekäre Lage der Stromversorgung im Wandel von fossiler und atomarer Stromgewinnung hin zu erneuerbaren Energien. Zu Wort kommen auch Energieexperten u. a. vom Forschungszentrum Jülich. Sie sehen als Ursache des Strompreisdilemmas die Notwendigkeit, zur Netzstabilisierung Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen einzusetzen und fordern ebenso wie Paul Ohm den massiven Ausbau von Wind- und Sonnenkraft. Der Filmbeitrag ist 14 Minuten lang.

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